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Wir verstehen uns als "offenes" Haus

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Susanne Schamp und Richard Schmalöer

Das Gebäude wurde 1958 errichtet, um Werk-und Rohstoffe zu untersuchen. Gemeinsam mit seinem baugleichen Zwilling bildeten die Baukörper das Eingangsportal des Werksgeländes der Dortmund-Hörder-Hüttenunion. Es handelt sich um repräsentative Architektur, in denen Kaue und Labor untergebracht waren. Mit ihrer schweren aber dennoch zeitgemäßen Formensprache aus Klinker, Betonlisenen und Flugdach in strenger Symmetrie komponiert, waren sie in der Dortmunder Architekturlandschaft in bester Gesellschaft. Auch das vier Jahre zuvor fertiggestellte Stadthaus von Dietrich Gerlach und das dem Stadthaus gegenüberliegende VEW-Gebäude von Baurat Wragge (heute DEW), spielen mit dieser Kombination aus Material und Form. Die wenigen starken Elemente verleihen dem Gebäude an der Konrad-Adenauer-Allee eine Kraft, die auch heute zu spüren ist und an die historische Vergangenheit erinnert.

Die 2007-2008 durchgeführten Umbau-und Modernisierungsmaßnahmen wurden mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt. Unter Beibehalt vieler historischer Details und Materialien und durch Hinzufügung von neuen Gestaltungselementen wie Licht, Farbe und individuell entworfenen Möbeln ist ein Bau entstanden, dessen Besonderheit in der Verbindung zweier Epochen und deren Nutzungen liegt.

Die Marke "LABOR PHOENIX" ist ebenfalls ungewöhnlich: auf dem Gelände von Phoenix West, wo sich Firmen aus dem Gebiet der Mikro- und Nanotechnologie ansiedeln werden, haben in diesem Gebäude Freiberufler ihren Standort gefunden.
Für die Initiatoren des LABOR PHOENIX, die Architekten Susanne Schamp und Richard Schmalöer, spielt Kommunikation eine große Rolle. Sie haben das Gebäude folglich als offenes Haus konzipiert; regelmäßige Veranstaltungen und Kunstausstellungen laden viele Besucher ein.
Die Unternehmen im Gebäude stellen ein Kompetenzzentrum für Qualität auf Phoenix West dar, sie tauschen sich aus und arbeiten zusammen oder führen gemeinsame Veranstaltungen oder Events durch.

Das LABOR PHOENIX ist ein Ort, an dem nicht nur gearbeitet, sondern eben auch gelebt wird.